Zuhause AC-Laden priorisieren
Nutze AC-Laden mit einer Wallbox als Hauptladequelle. Die Kosten liegen bei ~0,35 €/kWh — deutlich günstiger als jede DC-Säule.
Nicht jede Ladetechnologie passt zu jedem Einsatzzweck. Die Wahl der richtigen Ladeart beeinflusst Ladezeit, Kosten und Akkugesundheit maßgeblich. Der LadeGuide hilft dir, für jede Situation die optimale Technologie zu finden.
Einsatzgebiet: Zuhause, am Arbeitsplatz, bei Übernachtungen
AC-Laden ist die Standardtechnologie für das langsame Laden über längere Zeiträume. Die Umwandlung von Wechsel- zu Gleichstrom erfolgt im Bordladegerät des Fahrzeugs.
| Stufe | Leistungsbereich | Geschwindigkeit | Dauer (0–80%) |
|---|---|---|---|
| Normal Laden (Mode 2) | 1,4 – 3,7 kW | ~6–15 km/h | 8–20 Stunden |
| Gewöhnlich Laden (Mode 3) | 3,7 – 22 kW | ~15–80 km/h | 1,5–6 Stunden |
Einsatzgebiet: Einkaufszentren, Supermärkte, öffentliche Ladeparks
Beim DC-Laden erfolgt die Gleichrichtung außerhalb des Fahrzeugs — in der Ladesäule. Das ermöglicht deutlich höhere Leistungen, da das Bordladegerät umgangen wird.
| Typ | Leistung | Dauer (10–80%) | Kostenbereich |
|---|---|---|---|
| Standard DC | 50 – 150 kW | 30–50 Minuten | 0,59 – 0,89 €/kWh |
| HPC (High Power Charging) | 150 – 400+ kW | 10–25 Minuten | 0,79 – 1,29 €/kWh |
Nutze AC-Laden mit einer Wallbox als Hauptladequelle. Die Kosten liegen bei ~0,35 €/kWh — deutlich günstiger als jede DC-Säule.
Auf Autobahnkorridoren ist nur HPC effizient. Aber: Nur nutzen wenn nötig! Der LadeGuide berechnet wann sich eine längere Pause am AC-Punkt auszahlen würde.
Wenn du 8+ Stunden bleibst, spielt AC seine Stärke aus: Laden über Nacht ist deutlich günstiger als eine teure DC-Ladung. Die App erkennt solche Fälle und schlägt AC statt DC vor.
In Europa ist der Typ-2-Stecker (Mennekes) als AC-Standard die meistverbreitete Konfiguration. Für das Schnellladen hat sich das Combined Charging System (CCS2) als europäischer Standard durchgesetzt. Andere Steckersysteme bleiben vor allem bei asiatischen oder US-amerikanischen Fahrzeugen relevant.
| Steckertyp | Stromart | Typischer Leistungsbereich | Region / Verbreitung |
|---|---|---|---|
|
Typ 1
SAE J1772 |
AC | 7,2–19,2 kW | Nordamerika, Japan — bei älteren asiatischen Fahrzeugen in Europa; nicht mehr verbaut bei aktuellen Fahrzeugmodellen |
|
Typ 2 (Mennekes)
IEC 62196-2 |
AC | bis 22 kW (3-phasig, 32 A / 400 V) | Europäischer AC-Standard für Wallboxen und öffentliche AC-Säulen — am weitesten verbreitet |
|
CCS2 (Combo 2)
IEC 62196-3 |
AC + DC | AC: wie Typ 2 · DC: bis 350–400+ kW (bis 1000 kW in Entwicklung) | Europäischer DC/HPC-Standard; Typ-2-Basis mit zwei zusätzlichen DC-Kontakten unter der Buchse |
|
CHAdeMO
J1772 |
DC | bis 50–90 kW | Ursprünglich japanischer DC-Standard. In Europa nur bei älteren Fahrzeugen (z. B. Nissan Leaf der 1. Generation, Kia Soul EV 1. Generation); nicht mehr bei aktuellen Fahrzeugmodellen — seit der 2. Generation (ab 2024) setzt auch Nissan auf CCS |
|
Tesla NACS
North American Charging Standard |
AC + DC | AC bis 11 kW · DC bis 250+ kW (Tesla-Superchargers) | In den USA zunehmend Standard (ab 2025 für alle US-Hersteller); in Europa noch nicht verbreitet, CCS2 dominiert weiterhin |
Seit März 2021 sind Ladesäulen und Elektroautos im EU-Raum mit einheitlichen Waben-Symbolen (Sechsecken) gekennzeichnet, geregelt durch die Norm DIN EN 17186. Der Buchstabe im Sechseck kennzeichnet Steckertyp und Spannungsbereich des Ladeanschlusses.
Auf einen Blick erkennbar: am Fahrzeug sitzt das Symbol in einem schwarzen Sechseck, an der Ladesäule in einem weißen Sechseck. Stimmen beide überein, passt der Stecker — und der Ladevorgang kann starten.
| Symbol | Stecker-Konfiguration | AC/DC | Spannungsbereich | Kontext |
|---|---|---|---|---|
| C | TYP 2 (Mennekes) | AC | bis 480 V | Am weitesten verbreitet — Standard für Wallboxen und öffentliche AC-Säulen in Europa. |
| K | FF | DC | 50–500 V | DC-Schnellladen, vor allem bei älteren Schnellladeständen und Fahrzeugen mit niederem DC-Spannungsspektrum. |
| L | FF | DC | 200–920 V | Aktueller HPC-Standard: bis zu 920 V ermöglichen Hochleistungs-Charging (z. B. 800-V-Hochvoltarchitektur). |
Ein Fahrzeug mit CCS-Ladedose trägt typischerweise das C (für den integrierten Typ-2-Anschluss, der auch dem AC-Laden dient) und mindestens eines der DC-Symbole K oder L — je nach dem DC-Spannungsfenster des Fahrzeugs. An der Säule zeigt das gleiche Zeichen dann an: dieser Ladeanschluss funktioniert. Gängig in Deutschland und Europa sind C, K und L; seltene Varianten wie B (Typ 1), D/E (Typ 3-A/3-C, AC) oder M/N/O (DC) begegnen vor allem bei speziellen Fahrzeugen oder Auslandseinsätzen.
AC zu Hause, HPC unterwegs — der LadeGuide berechnet den optimalen Mix basierend auf Zeit, Kosten und Ladekurve.
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