THG-Prämie 2026: Bis zu 425 Euro für E-Auto-Halter
Die THG-Quote 2026 steht im Fokus der Diskussionen: Die Antragsfristen für die THG-Prämie enden bei den meisten Anbietern am 31. Oktober 2026. Wer ein rein batterieelektrisches Fahrzeug hält und die Prämie — bei guten Angeboten über 300 Euro, in der Spitze bis zu 425 Euro — noch kassieren möchte, sollte sich jetzt melden.
Was ist die THG-Quote?
Die Abkürzung THG steht für Treibhausgase: Die Treibhausgasminderungsquote ist ein politisches Instrument, das Mineralölunternehmen verpflichtet, den Ausstoß von Treibhausgasen aus ihren Kraftstoffen kontinuierlich zu senken. Ziel ist es, die CO₂-Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren und damit die deutschen Klimaziele zu erreichen — klimaschädliche Mobilität wird teurer, klimafreundliche Fortbewegung günstiger. Wer mit dem Elektroauto fährt, erzeugt dafür keine Treibhausgasemissionen und verkauft diese Einsparung über die THG-Prämie.
Wer kann die THG-Prämie beantragen?
🚗 E-Autos
Im Fahrzeugschein eingetragene Halter von rein batterieelektrischen Fahrzeugen — ob gekauft, geleast oder als Firmenwagen.
🏍️ E-Motorräder & E-Roller
Zulassungspflichtige Fahrzeuge mit Zulassungsbescheinigung Teil I, über 45 km/h und ab 11 kW (15 PS) — dazu bestimmte Leichtfahrzeuge.
❌ Ausgeschlossen
Plug-in-Hybride, Erdgas- und Wasserstoffautos erhalten keine THG-Prämie.
Wie hoch ist die Prämie — und wie wird sie berechnet?
Die Höhe der Prämie ist nicht staatlich festgelegt, sondern bildet sich frei am Markt aus Angebot und Nachfrage — daher schwankt sie von Anbieter zu Anbieter. Für das Jahr 2026 sind bei guten Angeboten Prämien von über 300 Euro möglich, Spitzenwerte erreichen aktuell bis zu 425 Euro.
Berechnungsgrundlage für die eingesparten CO₂-Emissionen sind zwei Größen: der durchschnittliche Stromverbrauch eines E-Autos im Jahr (derzeit 2.000 kWh Ladestrom) und die durchschnittlichen Treibhausgasemissionen bei der Stromproduktion in Deutschland — für 2026 119 Kilo pro Gigajoule erzeugter Energie.
Zahlen im Blick
Prämie 2026: über 300 Euro (gute Angebote), Spitze bis 425 Euro · Berechnungsbasis: 2.000 kWh Ladestrom/Jahr · Strommix 2026: 119 kg CO₂e/GJ · Antragsfrist bei den meisten Vermittlern: 31.10.2026 · Einreichung beim UBA bis 15.11. des Verpflichtungsjahres.
So kommst du an die THG-Quote: über einen Vermittler
Die Prämie wird von einem Vermittler abgewickelt — einem Anbieter, der viele Anträge sammelt und sie gebündelt beim Umweltbundesamt (UBA) einreicht. Der kann ein spezialisierter Abwickler, dein Versicherer, dein Energieversorger oder ein Automobilclub sein.
Was du dafür brauchst:
- eine Kopie des Fahrzeugscheins (Zulassungsbescheinigung Teil I) — meist reicht ein Scan oder Foto,
- persönliche Daten und
- eine Bankverbindung.
Beim UBA ist die Einreichung noch bis zum 15. November des jeweiligen Verpflichtungsjahres möglich — die kürzere Frist bei deinem Vermittler gilt aber für dich.
| Frist | Was sie bedeutet |
|---|---|
| 31. Oktober 2026 | Antragsfrist bei den meisten Vermittlern — hier endet deine Möglichkeit, die Prämie über den jeweiligen Anbieter zu beantragen. |
| 15. November 2026 | Letzter Tag, bis zu dem die Einreichung beim Umweltbundesamt (UBA) für das Verpflichtungsjahr 2026 möglich ist. |
Weitere finanzielle Vorteile fürs E-Auto
Neben der THG-Prämie bringt das Elektroauto laufende Ersparnisse mit: Bis maximal Ende 2035 — je nach Datum der Erstzulassung — entfällt die Kfz-Steuer ganz, was oft mehrere Hundert Euro pro Jahr ausmacht. Und die Betriebskosten bleiben niedrig: Strom ist deutlich günstiger als fossile Kraftstoffe, dazu kommen geringere Inspektions- und Wartungskosten — kein Motoröl, keine Zündkerzen, geringerer Verschleiß an Bremsen durch Rekuperation.
Was das für dich bedeutet
Bis zum 31. Oktober 2026 laufen die Antragsfristen bei den meisten Vermittlern ab. Wer sein E-Auto 2026 gefahren hat und die Prämie noch einsammeln möchte, sollte jetzt einen Vermittler wählen, den Fahrzeugschein bereithalten und den Antrag einreichen — die Einzahlung kommt über dein eigenes Konto.